Kerzen für den eigenen Garten giessen

Im Sommer sorgen Kerzen im Garten für eine ganz besonders schöne Atmosphäre. Gartenkerzen sind ausserdem eine tolle Geschenkidee, die man auch ganz einfach selbst machen kann. Dabei bietet es sich an, dass man die Kerzen direkt in einen alten Blumentopf giesst. Wer möchte, der kann zu den Kerzen noch spezielle Duftstoffe hinzufügen, damit Mücken sich gar nicht erst in die Nähe der Kerzen wagen und somit ein leuchtender Mückenschutz hergestellt werden kann. Alternativ eignen sich aber verschiedene Metallgefässe, die sich im Garten ebenfalls wunderbar als Dekoration machen. Im Garten sind Kerzen mit einem etwas dickeren Docht durchaus erwünscht, damit der Wind die Kerzen nicht so schnell auspusten kann. Daher ist es sinnvoll, wenn man ab einem Kerzendurchmesser von rund 10 Zentimetern Fackeldochte verwendet.

Bevor man mit dem Kerzengiessen beginnen kann, sollte man zunächst alle benötigten Arbeitsmaterialien parat haben. Die Kerzen können wahlweise aus Paraffin, Kompositionswachs oder aber auch aus Bienenwachs gegossen werden. Natürlich lässt sich das Wachs auch beliebig bunt einfärben, um so bei den Gartenkerzen für einen tollen Effekt zu sorgen. Beim Schmelzen des Wachses kommt es auf eine ausreichend hohe Temperatur entscheidend an. Denn nur möglichst heisses Wachs lässt sich gut giessen. Eine Temperatur von rund 80 Grad Celsius ist daher ideal. Dies lässt sich mit einem Thermometer ganz einfach kontrollieren.

Im nächsten Schritt sollte man nicht nur einen Docht wählen, sondern auch die Standplättchen anbringen. Dabei sollte man bedenken, dass Kerzen mit einem Fackeldocht nur im Freien verwendet werden dürfen. Das ist darauf zurückzuführen, dass es bei dieser Dochtart zu einer starken Russentwicklung kommt. Wer eine Kerze mit mehreren Dochten giessen möchte, der sollte dazu einfach einen etwas dünneren Fackeldocht verwenden. Nun kann der Docht in die Giessform gegeben werden. Für dieses Vorhaben sollte man natürlich eine Giessform wählen, die hitzeunempfindlich ist. Bei Blechformen sollte man sich nur für diejenigen Gefässe entscheiden, die nicht oxidieren. Sofern die Form ein Loch hat, gilt es dies zunächst mit Klebeband abzudichten, damit das Wachs nicht auf der Form austreten kann.

Zunächst einmal gilt es einen dünnen Wachsfilm in das Gefäss einzufüllen. Denn dann können die eventuell vorhandenen Löcher noch zusätzlich abgedichtet werden. Die Profis geben den Docht gerne erst danach in das Gefäss. Denn die Standplättchen haften gut an der ersten Wachsschicht, was das restliche Auffüllen der Kerze erleichtert. Wer möchte, der füllt die Schale mit einer Mischung aus ungeschmolzenen Wachspastillen und flüssigem Wachs auf. Sofern sich nach dem Erkalten der kompletten Kerze beim Docht eine kleine Vertiefung gebildet hat, kann man diese nachträglich mit Wachs auffüllen. Das schöne an dieser Basteltechnik ist, dass man die Kerze zum Schluss nicht aus dem Gefäss herausnehmen muss, sondern die Gartenkerzen samt Gefäss kinderleicht verschenken kann.