Welche verschiedenen Arten von Weihrauch gibt es?

Weihrauch, auch heiliges Räucherwerk genannt, ist das luftgetrocknete Harz des Weihrauchbaums. Oft wird es in religiösen Zeremonien als Räucherwerk verwendet. In der Vergangenheit kam Weihrauch ausserdem auch für medizinische Zwecken zur Anwendung. Auch der Rauch, der beim Verbrennen des Harzes entsteht, wird Weihrauch genannt. Welche verschiedenen Arten von Weihrauch es gibt, zeigen wir hier.

 

Weihrauch und seine vielen Namen

 

Der Weihrauchbaum gehört zur sogenannten Gattung Boswellia. Bei ihm handelt es sich um einen knorriger Strauch oder Baum, der in der Regel nur wenig Laub trägt. Selten erreicht das Gewächs eine Höhe von über 2 Metern.

Überwiegend ist der Weihrauchbaum in wüstenartigen Gebieten zu finden und wächst auf steinigem, trockenen Untergrund. Insbesondere in Somalia, Äthiopien, Oman, Jemen und Indien findet man ihn vor.

 

Insgesamt gehören 25 Gewächsarten der Gattung der Boswellia an – allerdings werden nur wenige zur Gewinnung von Weihrauch eingesetzt.

 

Die wichtigsten Weihraucharten

Boswellia Serrata ist die wissenschaftlich am meisten untersuchte Art der Boswellia-Spezies. Sie kommt in Indien vor und soll stark entzündungshemmende Eigenschaften haben. Allerdings wird Beswellia Serrate so gut wie nie bei der religiösen Räucherung verwendet. Stattdessen kommt diese Weihrauchart für die medizinische Verwendung zum Einsatz.

Boswellia Carterii kommt im arabischen Raum sowie in Somalia vor. Der „afrikanische Weihrauch“ kommt besonders oft bei Räucherungen zum Einsatz und dient ausserdem als natürliches Mittel, um  Mücken zu vertreiben.

Übrigens: Der Weihrauch, der im Gartencenter oft als Beet- oder Balkonpflanze angeboten wird, trägt den lateinischen Namen Plectranthus coleoides. Sie stammt uns Indien und riecht ähnlichen wie „echter“ Weihrauch. Ansonsten hat sie allerdings wenig mit dem traditionellen Weihrauch (Boswellia) gemeinsam.

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